Monthey (VS)
Ein aussergewöhnlich innovatives Projekt hatte die Unterwalliser
Stadt Monthey entwickelt: Der ruhende Verkehr, der viel Platz
beansprucht und das Stadtbild stört, sollte aus der Innenstadt
weitgehend, aus dem historischen Stadtkern sogar konsequent verbannt
werden. Um die Erreichbarkeit nicht auf Fussgänger, Radfahrer
und die öffentlichen Verkehrsmittel zu beschränken,
hätten sogenannte "VIP" eingesetzt werden sollen:
Véhicules lndividuels Publics, also öffentlich zugängliche
private Verkehrsmittel. Vom Betrieb her hat das System gewisse
Parallelen zu Car sharing: Ein VIP kann per Telefon bestellt werden,
mit einer Kreditkarte lässt sich die Fahrzeugtüre eröffnen.
Über diese Kreditkarte erfolgt auch die Abrechnung. Neu ist
auch das Fahrzeugkonzept. Es zeichnet sich aus durch Robustheit,
Bedienungsfreundlichkeit, Energieeffizienz und angepasste (niedrige)
Leistung.
Das nach den Wahlen im Frühling 1997 neu zusammengesetzte
Stadtparlament hat diesem Projekt die finanzielle Unterstützung
entzogen.
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