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Pressemeldung
Erfolgreicher 10. Elektromobiltag im Berner Oberland
Der Genuss der Gebirgsfahrt mit Elektromobilen
Eine harte Prüfung nahmen am Samstag, 15. August
am Mittag 38 Elektromobile anlässlich der 10. Ausgabe
des Tags des Elektromobils unter die Räder. Während
24 Stunden versuchten Fahrerinnen und Fahrer so oft wie
möglich von Frutigen nach Meiringen, über den
Grimsel Pass ins Goms und durch den Lötschberg zurück
nach Frutigen zu fahren.
Auf der imposanten, für Elektromobile nicht alltäglichen
Strecke haben viele der Fahrerinnen und Fahrer aus der
ganzen Schweiz neue Seiten ihrer Stadtmobile kennengelernt.
Rund 200 Kilometer lange war die Rundfahrt, auf der 2000
Höhenmeter zu bewältigen waren. Namentlich die
Fahrt auf den Grimselpass, die mit einem Ladehalt auf
der Handegg unterbrochen wurde, und die Fahrt von Gampel
zur Autoverladestation in Goppenstein forderten die lautlosen
Fahrzeuge und ihre Fahrer. Die regelmässigen, unterschiedlich
langen Fahrunterbrüche erlaubten einen intensive
Erfahrungsaustausch, dem das zahlreich erschiene Publikum
tagsüber mit grossem Interesse folgte. Veranstaltet
wurde der Anlass vom Elektromobil Club der Schweiz in
Zusammenarbeit mit dem Team Berner Oberland. Unterstützt
wurde die Veranstaltung von zahlreichen lokalen Freiwilligen,
die die Teams mit viel Engagement rund um die Uhr mit
Speis und Trank, Ruhegelegenheit und Strom für die
Elektromobile versorgten.
Wer die Rundfahrt gewinnen wollte, musste die grösste
Strecke zurück legen und nach spätestens 24
Stunden wieder beim Start in Frutigen zurück sein.
Der Sieg hing nicht nur vom makellosen technischen Zustand
der einzelnen Fahrzeuge ab. Ebenso entscheidend war, wie
vertraut die Fahrer mit ihrem Fahrzeug sind und wie genau
sie deren Energieverbrauch für die langen Steigungen
einzuschätzen vermochten.
Leistungsfähigkeit erfahren
Die Herausforderung herauszufinden, wo die Leistungsgrenzen
des eigenen Fahrzeugs sind, hat die 38 Teams dazu angetrieben,
eine Nacht lang nur stundenweise während dem Laden
der Batterien zu schlafen. Für viele der Teilnehmer
stand der Genuss am lautlosen Fahren durch eine imposante
Gebirgswelt im Vordergrund. Dass für die Fahrt von
der Grimsel Passhöhe bis nach Brig beim Bremsen etwa
gleich viel Energie in die Batterien zurück floss
wie zum Fahren verbraucht wurde, darüber freuten
sich alle. Wer die Rundfahrt gewinnen wollte, musste die
24 Stunden aber auch optimal einteilen in Fahr-, Ruhe-
und Ladezeiten.
Gesamtsieger aus dem Aargau
Gewonnen hat die Rundfahrt Peter Disler von Rothrist
(AG) mit seinem Mini-el S, eine Spezialanfertigung eines
dreirädrigen Leichtfahrzeugs. Er hat zwei volle Runden
und eine zusätzlichen Fahrt nach Meiringen und wieder
zurück nach Frutigen absolviert. Dies entspricht
einer Gesamtdistanz von rund 530 Kilometer und 4750 Höhenmetern.
Benötigt hat er hierfür 23 Stunden und 46 Minuten.
Auf dem zweiten Platz ist das Team Christoph Oetliker
aus Muri (BE) und Lukas Jenni aus Solothurn. Sie sind
mit einem S-LEM activ gefahren, einem dreirädrigen
Fahrzeug mit zwei Plätzen und Pedalunterstützung.
Zurückgelegt haben sie nur 60 Kilometer weniger in
einer um 5 Minuten kürzeren Fahrzeit als der Sieger.
Acht weitere Teams haben die Rundfahrt zweimal gefahren.
Mindestens einmal die ganze Strecke zurückgelegt
und damit klassiert haben sich 36 der 38 gestarteten Fahrzeuge.
In rund 20 Stunden gemeistert haben auch die Trottinette-Fahrer
vom Beatenberg Tourismus die Rundfahrt. Eine Leistung,
die von allen Elektromobilfahrern mit Achtung gewürdigt
wurde.
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